• Anja

ZEHN - Plastikfrei Schenken: nachhaltige Verpackungsideen



An Weihnachten steigt zu etwa 30% unser Abfall durch Verpackungsmüll, und dass obwohl wir im Durchschnitt pro Kopf in Deutschland schon ganze 218kg Müll im Jahr produzieren. Damit sind wir Europaweit 'Meister' und stehen ganz oben auf der Liste.

Ich finde, dass diese Verpackungswahnsinn ganz schnell aufhören muss. Wer trotzdem den Überraschnungseffekt beim Schenken nicht missen will, kann auf alternativen zurück greifen:



1. Erstmal verbrauchen, was man eh noch zu Hause hat:

Alle Jahre wieder, bekommen wir mit ganz viel Mühe hübsch eingepackte Geschenke. Wunderbar! Mach diese Geschenke etwas behutsamer auf und sichere dir das Papier für die kommenden Jahre. Sehr wahrscheinlich hat außerdem der ein, oder andere eh noch Geschenkpapier und Schleifen (und was es nicht alles gibt) zu Hause bei sich rumliegen. Verbrauch das!

Regel Nummer 1: Verbrauch alles, was du noch hast. Vermutlich kommt man allein damit schon über die nächsten 3 Jahre Weihnachten.



2. Brotpapiertüten, Papier von alten Zeitungen und Zeitschriften verwenden:

Brotpapiertüten hast du vielleicht auch eh zu Hause. Kleine selbstgebackene Leckereien passen da prima rein. Ein hübsches Band drum herum (entweder Reste von zu Hause, oder nachhaltige Bänder - gibt es im Bastelläden, oder natürlich auch im Internet) und fertig.

Auch alte Zeitschriften und Zeitungen lassen sich super als Geschenkpapier für größere Geschenke verwenden. Ein Buch z.B. lässt sich easy darin verpacken. Wer noch etwas kreativer sein möchte kann auch kleine Botschaften aus Buchstaben aus der Zeitschrift zusammen suchen und mit aufkleben. Bemalt werden kann man das Zeitungspapier natürlich auch, oder man stempelt kleine Motive drauf. Jedes verpackte Geschenk ist somit ein absolutes Unikat - auch schön!



3. Tücher, in alten Stoff einwickeln, oder Jutebeutel nutzen:

Kennst du Furoshiki? Das ist eine traditionell japanische Art Dinge zu verpacken. Mit einem einfachen quadratischen Tuch gibt es viele schöne, kreative und nachhaltige Ideen u.a. Geschenke einzuwickeln. Deren Ursprung war zwar ein solches Tuch als Transport und Verpackungsmittel für lange Wege zu nutzen, allerdings tut sich so ein Tuch auch super gut um Präsente hübsch zu überreichen. Sticht vor allem deswegen heraus, weil man das hier zu Lande seltener gesehen hat. Anleitungen gibts einige im Internet.

Aber auch alte Shirts, Beutel, Bettlaken und Geschirrtücher von denen man sehr wahrscheinlich auch einige zu Hause liegen hat, eigenen sich perfekt zum Verpacken. Manche Sachen passen nicht mehr, oder haben die besten Jahre hinter sich. Baumwolle ist meist blickdicht und somit super geeignet um den Überraschungseffekt beim Schenken beizubehalten.



4. Gläser

Und auch die haben wir doch ständig zu Hause rumstehen und bringen wir eigentlich auch viel zu selten zum Altglascontainer. Gläser von Gewürzgurken, Aufstrichen, Nussmus... In verschiedenen Größen und Formen ganz individuell - so wie dein Geschenk. Einfach die Gläser gut säubern und die Etiketten abmachen, in dem du sie für ein paar Minuten in warmes Wasser legst und dann kannst du sie in der Regel ziemlich leicht abpulen.

Ok gut, wenn du hier kleine Kekse etc. rein legst, kann man sie direkt sehen, aber ich finde es nicht schlimm, weil es super süß aussieht, wenn du mit ein bisschen Stoff, oder Papier den Deckel eine kleine Haube verpasst und dazu noch ein Band drum herum schnürst. DIY und super schön anzusehen.



5. Schuhkartons nutzen:

Die Dinger sind super stabil, bieten recht viel Platz und mit ein bisschen Kreativität sind sie auch schnell ein bisschen aufgepimpt. Vielleicht noch was nettes drauf schreiben, oder malen, um dem Ganzen einen personalisierten Touch zu geben und zack - hat man auch hier wieder jede Menge Verpackung eingespart.



Mein Ziel ist es gerade an Weihnachten, wo so schon so viel konsumiert wird und alles so viel belastender in Punkto Umwelt ist, in eine Richtung zu schauen und zu lenken, wo auch Familienmitglieder noch nicht soweit ihre Fühler für ausgestreckt haben. Schenkt du mit nachhaltigen Materialien, beeindruckst du sie damit vielleicht auch, da die Verpackungen ja auch nicht weniger ansprechend aussehen. Vielleicht bleibt das bei Tante, Onkel, Mama, Bruder, ja sogar hängen. Meine Schwester z.B. hat mir dieses Jahr auch einen Adventskalender aus fast komplett recycelten Materialien gebastelt. Hat sie vor ein paar Jahren, so in der Form, auch nicht gemacht.

Es gibt noch so viele andere Alternativen. Auch wenn man ein bisschen kreativ ist, schaut was man nicht hat, man findet meistens etwas, was man verwenden kann.