• Anja

Vegan in Nürnberg


Ich war ein paar wenige Tage in Nürnberg unterwegs und habe unter anderem das gemacht, was ich am besten kann - essen.

Frühstück - Mittag - Abend


Dabei habe ich einen rein vegan Laden ausgecheckt und zwei mit veganen Optionen.

Wenn ich in einer fremden Stadt unterwegs bin und nicht weiß, wo man auf jeden Fall vegan Essen gehen kann, schmeiße ich als erste die App 'Happy Cow' an. Diese App listet dir vegane, vegetarische und gesunde Lebensmittel in deiner unmittelbaren Nähe auf. Die App ist kostenlos und für Android und iPhone verfügbar.

Die weltweite Datenbank ist riesig. So kannst du ‚Happy Cow‘ nicht nur in Deutschland, oder Europa nutzen, sondern auch auf der anderen Seite der Erde. Super praktisch dabei finde ich, dass du nach deinen persönlichen Vorlieben filtern kannst. Ob es dabei um rein vegane, oder vegetarisch - vegane, veggi - freundliche Läden gehen soll, entscheidest du. Auch ‚Geschäfte & mehr‘ kann man filtern. Außerdem kannst du dir, wenn du magst einen eigenen Account anlegen und Restaurants die du bereits besucht hast, bewerten, Kommentare hinterlassen und Fotos hochladen.

Eine eigene Community in der du mit anderen Kontakt aufnehmen kannst, gibt es mittlerweile auch.

Ich nutze meistens nur die Suchfunktion, aber wenn ich einen Laden besonders gut finde, bewerte ich ihn auch und stelle ein Foto von meiner Bestellung online.

So auch bei meiner ersten Mahlzeit:



F R Ü H S T Ü C K


Zum Frühstück schlug mir Happy Cow u.a.'The Green' vor. Ein rein veganes Café, dass gute 2km von meiner Unterkunft entfernt war. Es lockte mich mit ihrer Smoothie - ,RAW Cakes - und Acai – Bowl - Auswahl an. Da ich zum Frühstück gerne fruchtig und süß, aber trotzdem gesund esse, schien mir dieses kleine Café perfekt.

Ich machte mich gegen 11:00 Uhr auf den Weg und hoffte auf einen Platz, da das Wetter perfekt schien und viele Leute unterwegs waren.

Angekommen, wurde ich nett begrüßt (mein Gott sind die hier alle freundlich) bekam die Speisekarte und ich konnte mir im Café einen Platz aussuchen, da draußen bereits alles belegt, oder reserviert war.


Die Karte war übersichtlich aufgebaut und hübsch gestaltet. Es gab eine große Auswahl an Smoothies, frischen Säften und Milchshakes. Alles vegan, mit vielen frischen, bunten und teilweise rohen Zutaten.

Ich habe mich für die Acai - Bowl ‚Premium‘ entschieden und konnte noch zu den Kakaonips, Früchten, Chiasamen und Kokosflocken 3 Zutaten on top wählen. Ich entschied mich für Cranberrys, Maulbeeren und einen Nussmix. Zum Trinken wählte ich einen Cappuchino mit selbstgemachter Cashewmilch.

Bestellt und gezahlt wurde direkt am Tresen. Da ich so gut wie nie Bargeld dabei habe, bin ich immer sehr dankbar, wenn Cafés im Jahr 2020 angekommen sind und EC -Kartenzahlungen akzeptieren. Bei 'The Green' war das kein Problem. Bezahlt habe ich inklusive Trinkgeld 17 Euro, was ich total okay finde, da die Qualität und das Drumherum stimmte. Und ja, ich gebe sehr gerne Geld für gutes Essen aus.

'The Green' ist super modern, gemütlich und stilvoll eingerichtet. Alles hält sich gedeckt in den Farben dunkelgrün, grau, schwarz und weiß. In der Mitte steht der weiß gefließter Tresen auf dem auch eine kleine Vitrine mit ständig wechselnden Angboten an Kuchen und RAW - Cakes bereit stehen. Auf der Ecke gibt es auch einen kleinen Tisch, wo man Bücher von inspirierenden veganen Köchen und Köchinnen, sowie ein paar fair produzierte Accessoires kaufen kann. Abgerundet wurde alles mit chilliger Hintergrundmusik, sowie vielen kleinen Pflanzen und Lichtelementen.

Alles in allem habe ich mich sehr wohl im 'The Green' gefühlt.

Meine Bestellung kam und sah sehr liebvoll angerichtet aus. Ich steh ja auf sowas. Alles war sehr frisch, fruchtig und lecker. Auch der Cappuccino traf meinen Geschmack.

Ich würde definitiv wieder auf ein Frühstück hingehen, wenn ich mal wieder in der Stadt sein sollte.


Homepage: thegreen-cafe.de

Instagram: thegreennuernberg

M I T T A G E S S E N


Zum Mittag ging ich einer Empfehlung nach: Das 'Ramencado – Ramen & Avocado Food Bar' in der Färberstraße.

Auch dieses Restaurant war nicht wirklich weit von meiner Unterkunft entfernt. Leute, übernachtet in der Nähe vom Haupthauptbahnhof, dann habt ihr es selten weit.

Dort angekommen bekam ich direkt einen Tisch – diesmal draußen und auch direkt die Karte gereicht. Auch hier wurde ich super nett behandelt. Die Leute in Nürnberg haben scheinbar Bock auf ihren Job. Erfrischend!

Auf der Karte sah ich dann, dass das 'Ramencado' zusammen mit dem vietnamnesischen Restaurant 'Compho 1966', direkt nebenan zusammengeschlossen wurde. Also wurden aus zwei Restaurant und zwei Konzepten eine Speisekarte 'für ein doppeltes Geschmackserlebnis', wie es in der Karte angepriesen wurde. Oho.

Ich hatte Bock auf Ramen, allerdings habe ich dann erfahren, dass die Nudeln mit Ei hergestellt werden. Schade, aber das vegane Angebot war trotzdem nicht schlecht.


Also entschied ich mich für eine Vorspeise: 'Pho Cuon' - das sind Pho Rollen mit Salat, Karotten, Kohlrabi, Tofu und vietnamesischen Kräutern. Das Ganze ist eingerollt in gedämpften Reismehlblättern. Also im Prinzip wie Sommerrollen, nur die Hüllle außen ist etwas dicker. Dazu wird eine vegane 'Tarin de Vinaigrette' serviert.


Meine Hauptspeise wählte ich dann auch vietnamnesisch aus der Mittagskarte: 'Pho Chay' – vegane Brühe mit Reisbandnudeln, Tofu und Pilzen.


Zum Trinken wählte ich einen Aloe Vera – Granatapfel Eistee aus frisch gepressten Granatapfelsaft und Aloe Vera Tee. Fancy!


Ich saß wie gesagt draußen und hatte einen super Blick auf die Straße. Jeder der mich kennt, weiß, ich liebe das. Menschen beobachten, während ich auf das Essen warte, es könnte mich schlimmer treffen.


Der Eistee kam schnell und ich bekam vor meiner Vorspeise, eine Vorspeise – eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses: Ein kleiner Sprossensalat, der leicht salzig gewürzt war. Dazu ein bisschen Sesam und Grünes von Frühlingszwiebeln. Total simple, aber super lecker.

Mein fancy Eistee war in der Tat ziemlich fancy: Leicht süß und fruchtig. Außerdem zog ich kleine Aloe Vera Stückchen durch meinen Strohhalm. Da fällt mir ein, es gibt für den Strohhalm aus Glas einen extra Nachhaltigkeitspunkt. Wer braucht schon Plastik?

Meine tatsächliche Vorspeise war aber auch nicht schlecht. Die kleinen Röllchen waren frisch und das Gemüse knackig. Die rote Vinaigrette schmeckte leicht fruchtig und fügte sich ganz gut zu den 'Pho Rollen'.

Irgendwie war ich dann schon ziemlich satt, bevor es eigentlich richtig losgehen sollte.






Dann kam auch schon fast direkt mein 'Pho Chay'. Die Suppe sah mega aus. Dazu bekam ich einen extra Teller mit zwei Schälchen zu nachwürzen. Eine rote hausgemachte Chilisauce, Essig sowie, Petersilie und Minze. Ich probierte die Brühe erstmal ohne die extra Würze, aber die war doch sehr lasch und hat nicht nach viel geschmeckt. Ich gab dann zunächst einen Schluck Essig und einen Löffel von der Chilisauce hinzu, aber auch damit war nicht viel zu kriegen. Ich habe dann alles von dem extra Teller in den Topf gehauen in der Hoffnung, etwas Würze und Geschmack mit ins Spiel zu bringen, aber leider nicht erfolgreich. Der Tofu war nett angebraten, aber die Hauptspeise hat mich leider nicht abgeholt.


Mit zu wenig Würze und zu viel Wasser im Bauch zahlte ich meine Rechnung (17 Euro mit Trinkgeld - absolut ok!), auch ganz entspannt mit der Karte, und verließ so semi befriedigt das Restaurant.


Homepages: ramencado.de und compho1966.de



A B E N D E S S E N


Am Abend folgte ich einer weiteren Insider Empfehlung: Crazy Nates.


Den Laden gibt es zwei Mal in Nürnberg. Ich besuchte das Crazy Nates in der Unteren Zwingerstaße.

Hier bekommt man Tacos, Burritos, Natchos, Quesadillas, Sweets und Dinks.

Alle Speisen auf der Karte kann man auch vegan bestellen.



Ich war kurz überrascht, als ich die auffallend, knallig türkisfarbene Außenfassade von der Location sah.

Die Gegend ist relativ trostlos und der Laden sticht zwischen den Wohnblöcken doch ganz schön raus. Ich ging also rein und wurde auf englisch begrüßt. Sofort fühlte ich mich in 'California Dreams' hineinversetzt, was nicht nur an der Tafel mit der großartigen Auswahl an veganem Essen lag, sondern die komplette Einrichtung war im California Surf und Skatestyle. Ich liebe es!

Kurz überfordert, weil ich direkt zum Bestellen dran kam, entschied ich mich für den Burrito 'San Diego Style'. Gefüllt mit Tofu und geschmolzenen veganen Käse. Dazu lächelte mich der 'Frozen Strawberry Magarita' im Hintergrund an.


Ich zahlte 15 Euro inklusive Trinkgeld mit Karte, bekam mein Kärtchen und konnte mir einen Platz aussuchen.

Also ging ich raus und wartete, bis 'Blondie' aufgerufen wurde. Die Tische waren ebenso knallig bemalt und die Bank auf der ich saß war ein verlängertes Skateboard Deck. Mein Drink kam ziemlich bald. Knallig rot, perfekt gekühlt und schön süffig trank ich mir meine Laune gut.

Keine 5min Wartezeit, wurde ich aufgerufen und ich konnte meinen Burrito abholen.

Holy Shit, war der großartig! Obwohl er gar nicht so wahnsinnig mit tausend Zutaten vollgestopft war, wie ich es sonst von Burritos kenne, sondern aus eigentlich nur zwei Zutaten bestand, war das die absolute Granate! Der vegane Käse war so creamy und ist mega gut geschmolzen und der Tofu war rauchig gewürzt. Ich war sehr on fire und bekam für mein Geld richtig was geboten. Wer in Nürnberg ist, sollte an diesen Lade nicht vorbeilaufen!


Homepage: crazynates.de

 

Ich hatte kulinarisch eine sehr gute Zeit in Nürnberg. Gerne hätte ich mich noch durch ein paar weitere Läden probiert, was zeitlich aber gar nicht zu Schaffen war.

Satt und zufrieden bin ich nach Hause gefahren.



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